• Petra Willinger

Weg der Entschleunigung - 1. Etappe

Aktualisiert: 10. Juli

Von Aigen-Schlägl nach Haslach (19 km)


Durch Zufall bekam ich das Prospekt dieses Weges in die Hände. Toll beschrieben fing ich gleich Feuer. Zuerst wollte ich eine verkürzte Version des Weges gehen. Das ist sogar möglich. Du kannst Teile des Weges in 3, 4, 5, 6, 7 oder 9 Tage gehen. Da ich mich nicht entscheiden konnte buchte ich kurzer Hand alle 9 Tage. Eine kurze Mail an den Tourismusverband Böhmerwald und schon hatte ich meine Tour geplant, mit fixen Unterkünften. Alles ganz einfach und das Team des Tourismusverbands ist wirklich sehr freundlich und hilfsbereit.


Endlich war es soweit. Ich bekam vom Tourismusverband eine Tasche mit Tagebuch und einem gefilzten Sitzdeckerl. Meine Wanderung konnte beginnen...leider etwas holprig 😊. Mit einem kleinen Handicap und viel zu spät für mein Empfinden begann ich die 1. Etappe. Los ging es bei der Stiftskirche Schlägl mit dem schönen Garten.



Ein sehr schönes Gebäude und sicher eine Besichtigung wert. Doch an diesen Tag nahm ich mir nicht die Zeit dazu. Langsam ging es weiter zu den Stiftsteichen mit einem kleinen Aussichtspunkt. Als ich schon eine Weile die Teiche hinter mir gelassen habe viel mir auf, dass mein Sitzdeckerl nicht mehr da war. Tja, alles retour - Sitzdeckerl gefunden - und weiter ging es.

Der Weg ist hervorragen beschildert. So konnte ich meinen Blick herumschweifen lassen ohne großartig Angst zu haben eine Abzweigung zu verpassen. Die gelben Schilder sind kaum zu übersehen. So manches gab es am Wegesrand zu entdecken. Seltsame Pilzformationen:




Bemerkenswert ist auch der Schwemmkanal an dem die 1. Etappe vorbeiführt.



Ein herrlicher Weg. Zu empfehlen ist der Rastplatz am Ende des Schwemmkanals - also unten. Hier bist du wieder direkt an der Tschechischen Grenze und es befinden sich geschwungene Holzliegen an einer kleinen Lichtung. Wunderbar zum Seele baumeln lassen. Das Rauschen des Kanals und das Vogelgezwitscher bringen einen schnell in die Entspannung.














Weiter in Schwackerreith gibt es einen liebevoll befüllten Selbstbedienungsschrank mit leckeren selbstgemachten Snacks, Süßem und Getränken. Sehr einladende für eine kurze Rast.


Gehst du den Entschleunigungsweg dann weiter kommst du zu einer Hopfenplantage. Hier steht eine wunderschöne Eiche die zum Verweilen einlädt. Ein sehr schöner Platz an dem die Gedanken leiser werden und du vom Rauschen des Blätterdaches der Eiche erfüllt wirst.

















Ein wunderschöner Weg erwartet dich dann zum Schluss. Direkt neben der Großen Mühl entlang. Hier wirst du von der Natur regelrecht umarmt. Geborgen zwischen Fluss und Wald wanderst du den Weg entlang. Manche Stellen laden zum Verharren ein. Ein Fußbad im Fluss lässt müde Füße wieder lebendig werden und wenn du magst, dann gib dem Fluss gleich alles mit was du nicht mehr brauchst. Klärend und erfrischend so ein Bad 😉 Ein Stück weiter entdeckte ich einen lustigen Gesellen. Ein lachender Felsbrocken sprang mir ins Auge 😁



So kam ich müde doch nicht allzu spät in Haslach an. Erfüllt von der Natur begab ich mich zum Abendessen und bekam noch mehr schöner Momente. Die Menschen in Haslach sind bemerkenswert herzlich und freundlich. Wenn du willst bist du sofort mitten in der Stammtischrunde 😄 Es ist ein Vergnügen hier Gast zu sein. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder nach Haslach zurück.




16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen